11 Schritte zum Blogpost – der Prozess

Ich poste einen Artikel voller Emotionen. Kurz darauf erreichen mich WhatsApp Nachrichten oder Facebookkommentare von Menschen, die mich aufmuntern und mir beistehen möchten.

Es ist an der Zeit vorzustellen, wie ein Blogartikel der Sehheldin entsteht.

Kein öffentliches Tagebuch

Nichts, was ich hier veröffentliche ist akut.
Alles Lüge, aufgesetzte Gefühle, Effekthascherei? Nein, ganz bestimmt nicht!
Alle Gefühle und Gedanken sind echt. Selbst erlebt, selbst durchlebt.

Ungefiltert stehen sie beschrieben in meinem Augentagebuch oder sind anzuhören auf meiner Aufnahme-App. Für mich, als erste Verarbeitung und Kanalisation. Sie gehören nicht in den öffentlichen Raum.
Danach durchläuft jede Idee für einen Artikel einen Prozess.

Dieser sieht dann ungefähr so aus:

11 Schritte zum Blogartikel

  1. Ich entscheide mich für ein Thema, einen Fokus. Meist aus einem Impuls heraus.
  2. Ich lese zurück oder vertiefe mich in die Emotionen, die ich fühlte und fühle.
  3. Ich überlege: Was würde ich gerne darüber lesen wollen? Warum?
  4. Direkt oder indirekt verwebe ich psychologisches Wissen aus 18 Jahren Coachingerfahrung.
  5. Ich recherchiere zusätzlich, wenn dies nützlich ist.
  6. Ich verwebe mit allen Einsichten meiner fast 54 Jahren Lebenserfahrung.
  7. Ich meditiere.
  8. Ich schreibe einen ersten Entwurf.
  9. Ich lasse liegen. Ich verändere. Ich korrigiere.
  10. Ich reflektiere nochmals.
  11. Ich überprüfe: Würde ich das, was hier steht, selbst gerne lesen? Berührt es mich? Hilft es? Ist es echt? Bin ich sichtbar oder verschanze ich meine eigenen Gefühle hinter Theorien?

Nach diesen elf Schritten (oder so, das nimmt meine Prozessabteilung nicht so genau) veröffentliche ich meinen Artikel.
Manchmal Tage, manchmal Wochen, manchmal Monate nach der ersten Idee.

Eigener Verarbeitungsprozess

Schreiben hat unbestritten therapeutische Wirkung. Schreiben bringt nach außen, was innen war und zwingt zur Reflexion und Ordnung.
Alles aufzuschreiben, aus mir herauszuschreiben, von außen auf meine Gefühle zu schauen, das bringt mir sehr viel Freude und hilft mir natürlich sehr in meinem eigenen Leben mit hochgradiger Myopie.

Warum der Sehheldin- Blog?

Meine aktuelle Antwort darauf könnt ihr hier nachlesen.

Umarmungen, Zuspruch und offene Ohren tun auch mir unglaublich gut. Deshalb: Ganz herzlichen Dank dafür. Nötig habe ich sie zu einem anderen Zeitpunkt, nicht, wenn mein Artikel erscheint. Dies wissen dann nur sehr wenige..

Herzlich, eure Anne

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