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Die Sehheldin

Ich bin Anne. Ende 2016 bin ich von Hamburg nach Nimwegen in den Niederlanden umgezogen. Der Liebe wegen – der beste Grund!

Ja, ich bin eine Heldin!

Weil ich mein Leben lebe. Weil ich nicht aufgebe. Weil ich mich meinen Ängsten stelle. Weil ich immer wieder Lösungen finde. Weil ich mich endlich traue, sichtbar zu sein.

Ja, ich will!

Leicht habe ich es mir nie gemacht. Ich bin nie den leichten Weg gegangen, immer über meine physischen Leistungsgrenzen hinweg: Anstrengendes Studium (Japanologie und Anglistik), Reisen, Auslandsjahre in Japan und U.K, 18 Jahre als Trainerin und Moderatorin im internationalen Geschäft. Meine Augen immer dabei – beklagt, aber grundsätzlich ignoriert. So weit sie dies mit sich machen ließen.

Zu einer hochgradigen Kurzsichtigkeit von -23 Dioptrien und Staroperationen mit 33 musste noch eine Makuladegeneration auf meinem linken Auge hinzukommen, um mich wachzurütteln: Jetzt ist Schluss! Jetzt setze ich mich endlich wirklich mit meinen Augen auseinander. Dies ist ein Prozess, den ich jetzt seit über einem Jahr sehr aktiv verfolge, und der nie enden wird. Der Prozess erfordert Mut, viel Mut.

Ich übernehme Verantwortung für mich und mein Leben. Ich fühle mich schwach und sehr stark zugleich.

Meine Augengeschichte in Kürze

1965 geboren. Mit 2 Jahren hatte ich meine erste Brille. Dann geht es steil bergauf bis minus 23 dpt. Weiche Linsen vertrage ich nicht mehr, harte sind so dick, dass ich sie maximal 4 Stunden tragen kann. Brillen sehen nur ohne Gläser chic aus. 1998 empfehlen mir zwei Augenärzte eine PRK Excimer Laseroperation, völlig unpassend. Ein Jahr Komplikationen. Als Folge kann ich keine Linsen mehr tragen und Licht bricht sich vielfach.  Kurz darauf stellt ein Augenarzt beginnende Linsentrübung (Katarakt) fest. Im Juli 1999, mit 34, erfolgt dann rechts eine Staroperation. Aufgrund der komplexen Ausgangslage findet diese Operation stationär im Krankenhaus statt, in München, nicht in Hamburg, wo ich wohne. Die Kunstlinse muss im Krankenhaus noch ein weiteres Mal ausgetauscht werden, da die Stärke durch die veränderte Hornhaut nicht eindeutig berechenbar ist. Im November des gleichen Jahres wiederholt sich das Gleiche am anderen Auge.

Dann lange relative Stabilität. Im April 2016 stellt ein Arzt offiziell fest, was ich schon länger vermute: Aufgrund der extremen Kurzsichtigkeit habe ich links Makuladegeneration, d.h. das zentrale Sehfeld is grau. Seit einiger Zeit sehe ich auch rechts sehr viel schlechter, durch große Gesichtsfeldausfälle im oberen Teil und einen streifenförmigen Ausfall mitten im Auge. Durch die extreme Kurzsichtigkeit wird die Netzhaut immer dünner und an diesen Stellen so dünn, dass Sehen nicht mehr möglich ist. (Das wird übrigens nicht gemessen. Ich habe rechts immer noch 90% Sehfähigkeit offiziell)

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