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Ich bin 18. Meine Eltern bringen mir eines dieser Infohefte zu Berufen und Laufbahnen mit. Mittlere- und höhere Beamtenlaufbahn. Ob dies nicht was für mich sei, da könne man auch gut arbeiten auch mit einer Behinderung. Sicherer Job. Ich weiß nicht mehr, ob ich gelacht habe oder protestiert.

Ich bin 19 und habe ein hohe Dosis Fernweh mitbekommen. Natürlich mache ich etwas Anderes.  Stadt, Leben, Ausland – ein Jahr London als Au-pair. Ein tolles Jahr, das ich in vollen Zügen genieße. Danach beginne ich mit DEM Studium für eine extrem Kurzsichtige: Japanologie. Stundenlang im schummrigen Licht einer kleinen Bibliothek in Wörterbüchern  (Ja, das war vor PCs) kleine Schriftzeichen heraussuchen. Auslandsjahr in Japan. Auch danach gehe ich nicht auf Nummer sicher, sondern nochmal drei Jahre nach Japan.

2000 mache ich mich selbständig als Trainerin und Teamcoach. Ich reise geschäftlich viel – national und international. Bis es zu viel wird.

Eine Heldin?

Blödsinn. Tollkühn, dumm. Verdrängung anstatt an meine Zukunft zu denken.

Ja! Meinen Leidenschaften und meiner Abenteuerlust gefolgt, das getan, was ich gerne tun wollte. Wie reich fühle ich mich an Erfahrungen und Erinnerungen. Wie sehr hat mich diese „Dummheit“ zu der Anne gemacht, die ich heute bin. Wie schön.

Welche sachlich dummen und doch absolut passenden Entscheidungen habt ihr getroffen? Ich bin gespannt.

(Foto über Blog: Laternenpfahl mit Aufkleber: Live a great story)

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